Umzug nach Wels | The real Story


Nachdem 2019 mein Leben ziemlich rasant den Berg runterging, war es die beste Entscheidung mit meinem Freund zusammenzuziehen. Meine Erste eigene Wohnung war eine große Station in meinem Leben, ich hatte eine 70m2 Wohnung in einem schönen ruhigen Viertel, natürlich perfekt für alle die es etwas Ruhiger haben wollen. Sie war nicht teuer für diese Größe und die Lage und ich hatte fast alles in der Umgebung, was man brauchte.

Was ihr euch vielleicht nicht vorstellen könnt, ist das ich dennoch regelmäßig heulend in meiner alten Wohnung saß und den Überblick über das ganze Chaos im letzten Jahr schon verloren hatte. Da die ganze Situation dann so weit überhandnahm, dass ich mir nicht mal mehr die Miete leisten konnte und ich die Heizung mit November abdrehen musste, um Kosten einzusparen, hätte ich mir auch nie Träumen lassen.

Da auch Gerd aus seiner alten Wohnung ausziehen musste, war es die beste Lösung gemeinsam nach einem schönem neuen Zuhause Ausschau zu halten.

Es war dennoch sehr anstrengen, wir schauten uns einige Wohnungen an, wir hatten dann zwar auch eine Zusage in einem anderen Bezirk, die nach längerer Überlegung etwas tollpatschig wäre, da dass Gewerbe umgemeldet werden muss, die Autos ummelden, das e-Car-Sharing - was Er zu der Zeit startete - und die ganzen restlichen damit verbundenen Gebühren rentierten sich nicht.

Für mich gab es mit dem Gewerbe weniger Probleme, was auch noch ein Plus Punkt dafür war, dass wir in „the Hood“ von Gerd bleiben.



Bei den Genossenschaften wo wir uns angemeldet haben, wurden uns hauptsächlich Wohnungen mit 40-50m2 gezeigt, für uns zwei und den zwei „Getieren“ etwas zu klein.

Dazu noch ein separater Raum als Arbeitszimmer um effektiver arbeiten zu können und sich nicht gegenseitig auf den Lappen zu gehen.

Der Wohnungsmarkt war zu dem Zeitpunkt ziemlich ausgeschöpft.





Wir haben unsere jetzige Wohnung relativ kurzfristig zugesagt bekommen, natürlich war das für uns auch mit etwas Stress verbunden.

Am 21. Februar.2020 starteten wir dann den Umzug.

Am ersten Tag und zweiten Tag hatten wir noch ein Paar tolle Helfer und wir Übersiedelten zuerst die alte Wohnung meines Freundes in die neue Wohnung, das Wetter spielte zumindest einigermaßen mit, es schien zwar die Sonne aber es war enorm windig.

Der Umzug dauerte etwas länger als gedacht, die ersten zwei Tage hatten wir noch fleißige Helfer, der dritte Tag fiel ins Wasser da es regnete, ar*** kalt und windig war.

Die restlichen Tage kämpfte sich Gerd dann alleine durch. Er hat sich wirklich richtig angestrengt und war demnach auch am Abend immer ziemlich fertig. Für Ihn war es natürlich auch ziemlich Nervenaufreibend und ich wusste auch nicht wirklich was ich so wirklich dagegen tun kann.

Ich muss auch ehrlich sagen ich war in der Zeit auch keine besonders große Hilfe, und er versuchte so viel wie möglich alleine zu machen. Ich bin auch noch nie so richtig umgezogen, ich habe früher immer nur das Mitgenommen, was ich tragen konnte und auf den Rest habe ich verzichtet, da ich nicht wusste, wohin damit. Ich war, so zu sagen, die meiste Zeit auf der Flucht, was ich nicht tragen konnte, brauchte ich nicht mehr. Klar war mir leid um gewisse Dinge, aber ich habe immer geschaut so viel wie möglich hinter mir zu lassen, auch wenn es tiefe Narben gerissen hat, das war aber das Risiko, das ich einging.

Ich merke dennoch, dass mir eine große Last abgenommen wurde, die Zeit in meiner alten Wohnung war irgendwie seltsam, die ganzen Probleme, die damals mit der Wohnung begonnen haben, auch wenn ich sie für mich schön eingerichtet habe und Sie für mich alleine doch ziemlich groß war – hey ich hatte mein eigenes Ankleidezimmer – war Sie trotzdem ziemlich leer, kalt und trostlos. Es gab nur wenige Momente wo ich mich wirklich zu 100 % in meiner alten Wohnung wohlfühlte. Die Wohnung war halt eher nur eine Wohnung, aber kein Zuhause.

Jetzt Wohnen Gerd und ich seit knapp über zwei Monate in unserer neuen Wohnung, wir haben zwar noch keine Küche, was natürlich gerade in der jetzigen Zeit nicht besonders leicht ist hauptsächlich wegen der Quarantäne, aber wir kämpfen uns wacker durch.

Das wichtigste ist, dass die Kaffeemaschine einen Platz hat und wir haben uns zumindest eine kleine provisorische Küche zusammengestellt mit Camping Kochplatte und Wasserkocher. Für mich ist das, denke ich, viel einfacher, als für Gerd, ich musste halt schon in anderen Situationen leben. Ich freue mich dennoch jetzt schon, wenn wir unsere Küche endlich haben und kann es ehrlich gesagt kaum erwarten.

Jetzt müssen wir noch abwarten wie lange sich das mit der Quarantäne zieht, die neue Küche hat ja dann auch noch eine Lieferzeit.

Mehr kann ich euch momentan nicht erzählen. Quarantäne ist für mich, dass neue „Hausarrest“ für Erwachsene aber wofür gibt’s denn Home-Office …

Ich habe auch gleich die Chance der Quarantäne genutzt, um meine Website zu übersiedeln und neu zu gestalten, wie ihr schon gesehen habt und jetzt arbeite ich daran, dass Gerd eine schöne neue Homepage bekommt, Sie ist zwar noch nicht veröffentlicht, aber Sie nimmt schon eine sehr schöne Form an.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag von den weiten meines Desktops und bleibt`s Gsund.

 
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©2020 Jossy Joy.

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