Sterben | Die Welt steht Kopf


Für mich ist es ziemlich oft die Reinste Qual am nächsten Tag aufzuwachen. Sehr oft wurde ich wach, weil ich weinen musste. Nicht etwa, weil ich schlecht geträumt habe, sondern weil es einfach schmerzt, weil man weiß das Tag für Tag alles von vorne Losgeht. Jeder Tag ist wieder ein Kampf und das kleinste Problem wird schon für mich schon der reinste Horror.



Für mich ist es schon die Reinste Qual, wenn auf meinem Display eine Nummer erscheint die ich nicht kenne, ich muss mich selbst schon dazu zwingen abzuheben. Noch schlimmer ist es für mich, wenn es an der Türe läutet, sei es auch nur die Post die eine Unterschrift braucht.


Ich fühle mich Tag für Tag so als wäre eine Schnur so gespannt, dass Sie gleich Reißt. Ich schaffe es einfach nicht zur Ruhe zu kommen, ich habe es schon mit Work Outs und Joga probiert aber so wirklich was gebracht, damit ich mich besser fühle hat es nicht.

Ich habe auch schon den Kaffee weggelassen und ein halbes Jahr wirklich nur Wasser getrunken. Ja es hat sich positiv auf den Körper ausgewirkt, ich habe etwas abgenommen und das "Speck Bäuchlein" war weg. Aber gegen die Anspannung hat es nichts gebracht. Seit Jahren laufe ich mit der permanenten Anspannung durchs Leben. Egal was ich mache und versuche, ich schaffe es einfach nicht mich einmal fallen zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Das andauernde Gefühl, das einfach nichts voran geht oder ich zu etwas gezwungen werde ohne das ich gefragt werde ob ich das will oder wie es danach weiter geht.

Das schlimmste Gefühl für mich ist es Trotzdem jeden Morgen aufzuwachen und mich allein durch den Tag zu Quälen.

Ich kann in meinem Leben schon 4 Suizid versuche verbuchen. Ich denke darüber auch mittlerweile ganz anders. Schlimm ist kein Ausdruck dafür, was in einem Menschen genau in dem Moment vor sich geht. Der sich dazu gezwungen fühlt, dass er allem ein Ende setzen möchte. Das ein Mensch sich dazu gezwungen fühlt einfach Auszusteigen, weil es so weit gekommen ist, dass man einfach nicht mehr Kämpfen kann. Das Gefühl, dass man Plötzlich keine Angst mehr hat und sich eher Freut, dass alles jetzt vorbei ist.

Es ist wirklich ein sehr heikles Thema das ich hier Ansprechen will, aber ich habe mich sehr Lange damit beschäftigt.

Jemand der bereits Erfahrung mit dem sterben machte, denkt über das Leben anders nach. Man fühlt Intensiver was einem wichtig ist, was von Bedeutung ist. Man lernt das Materielle Dinge nicht wichtig sind. Wir gehen anders mit unseren Lieben um. Wir wissen wie es sich anfühlt zu Leiden. Wie es sich Anfühlt, wenn man vom Schmerz fast aufgefressen wird Körperlich und auch Mental.

Ich möchte euch hier 9 Gründe nennen warum ich keine Angst habe zu Sterben. Ich will etwas Klarheit darüber verschaffen was in einem Menschen in diesem Moment vor sich geht. Dabei dreht es sich keineswegs nur um Suizid. Jeder wurde schon mit dem Tod konfrontiert sei es ein Familienmitglied oder ein Todesfall im Freundeskreis.

9 Gründe um keine Angst vor dem Tod zu haben

1. Sterben tut nicht weh

Sterben nimmt dir die Möglichkeit der Körperlichen Empfindung. Der Tod nimmt dir alle Schmerzen und das ganze Leiden. Der Körper schaltet das Bewusstsein ab, wenn es ihm zu viel wird. Für viele Kranke ist er eine Erlösung.

2. Du kannst nur einmal sterben

Wir Quälen uns zu oft und versuchen so vieles immer und immer wieder. Wir Probieren oft über Umwege zum selben Ziel zu gelangen. Wir können zumindest immer noch trösten.

Sterben müssen wir nur einmal.


3. Nicht leben ist nicht schlimm

Kannst du dich an die Zeit erinnern bevor du gezeugt wurdest? Du hast da auch noch nicht gelebt.

4. Der Tod befreit dich

Nicht nur von Schmerz und Leid. Sondern auch vor Rechenschaften und Verpflichtungen die dir womöglich aufgezwungen wurden. Durch den Tod musst du dich um nichts mehr kümmern. Er befreit dich von allem was dir zur Last viel.

5. Dein Tod ist eine Chance für andere

Das Leben deiner Familie und Freunde verändert Ihr ganzes Leben. Anfangs ist sehr viel Trauer und vielleicht auch Wut und Unverständnis. Sie lernen aber mit Ihrem Leben bewusster umzugehen. Oft stärkt es aber den Zusammenhalt und die Liebe zueinander.

6. Der Tod macht dich zufrieden

Durch den Tod lernst du erst zu schätzen was du hast. Wenn du alle Materiellen Dinge mitnehmen könntest wären all diese Dinge selbstverständlich für dich. Dinge die wir als Selbstverständlich sehen schätzen wir nicht mehr.

7. Der Tod ist dein Ass im Ärmel

Der Tod ist das einzige im Leben was du selbst mit absoluter Gewissheit herbeiführen kannst, wenn du es willst. Der Tod ist deine absolute „Ich komme aus dem Gefängnis Frei“ Karte.


8. der Tod macht dich unabhängiger

Durch den Tod kann wird dir darüber klar, dass alle diese Dinge keine Bedeutung haben. Mit diesem wissen kann man zu Lebzeiten die Abhängigkeiten viel leichter umgehen.

Ab dem Zeitpunkt wo man Tod ist, hat nichts mehr davon eine Bedeutung.

9. Sterben kann jeder

Du brauchst dazu kein Einverständnis und niemanden den du um Erlaubnis fragen musst. Du musst dazu nichts können.