My Body, my Choice | Die Welt steht Kopf

Der aktuelle Trend bezieht sich auf Abtreibung und wie, wir Frauen mit ungewollten Schwangerschaften umgegangen sind. Ich denke, es ist aber nur nicht nur das. Sexuelle Übergriffe, Berührungen, die wir nicht wollen und die uns ein Gefühl von Unbehagen geben, das betrifft nicht nur Frauen. Jeder hat das Recht, über seinen Körper selbst bestimmen zu dürfen. Wenn ich nicht will, dass mich jemand berührt oder angreift, muss das akzeptiert werden. Ein klares Nein muss akzeptiert werden. Ich war selbst in einer ähnlichen Situation, an Silvester 21/22. Ich habe erst 3 Monate danach Anzeige erstattet habe, da es sich unter anderem auch um meinen Partner und 2 weitere Personen handelte. Ich erstattete so spät erst eine Anzeige, weil es sich trotzdem um meinen Partner handelte und ich versuchte alleine damit klarzukommen, ich suchte mir natürlich psychiatrische Hilfe und wollte eine Paar-Therapie machen, da ich das Gefühl hatte, er versteht nicht, was in dieser Nacht passiert ist oder dass ich mich falsch ausdrücke und es bei ihm nicht ankommt. Ich denke, ihm war das einfach egal.


Die einzigen Personen, die ich an Silvester dort kannte, waren mein Partner und sein bester Freund, als wir hinkamen, waren schon 3-4 Leute da, nach und nach kamen noch mehr dazu. Insgesamt waren wir ca. 13 Personen, davon noch eine zweite junge Frau. Wir spielten an den alten Pin-Ball Geräten und hatten enorm viel Spaß, danach spielten wir alle ein Kartenspiel. Um Mitternacht stießen wir mit Sekt und Prosecco noch alle gemeinsam an und wünschten uns ein gutes neues Jahr, nach dem Feuerwerk verließen einige die Feier und ich war das einzige weibliche Wesen noch vor Ort, wir waren dann eher noch eine kleinere Runde von ca. 7 Leuten. Nach dem Anstoßen trank ich keinen Alkohol mehr, nur noch Cola und Energie Drinks, weil ich das Rauschgefühl hasse. Nach Mitternacht eskalierte dann die heitere Stimmung. Kurz nach dem Feuerwerk war es mir zu kalt und ich ging rein, mein Partner war noch einige Zeit draußen und als ich wieder herausschauen wollte kam er mir mit einem weiteren Gast entgegen, mit dem er sich unterhielt. Er sagte ihm, wenn er von mir „Freizügige“ Bilder erhalte schicke er sie ihm gleich weiter. Er war so betrunken, dass er es entweder nicht mitbekommen hat, dass ich dagestanden bin oder es war ihm egal, dass ich das mitbekommen habe. Ich war schockiert, für mich war das Vertrauensbruch, ich fühlte mich verraten und war froh, dass er von mir Bilder in der Art nie bekommen hätte.


"Er ging nach draußen und drehte sich vor dem Gebäude im Kreis und gab seltsame Geräusche von sich" "Er beschimpfte mich durch den ganzen Raum als Schlampe, Hure und Miststück" "Er trank den Alkohol nicht gemischt, sondern pur" "Ich wollte das er etwas nichts Alkoholisches trinkt, beim Aufstehen verschüttete er das Cola über den Tisch und holte sich wieder Alkohol und stand mit "stolz" mit purem Gin da"


Ich habe mit einem anderen Partygast geredet, der dann mehrmals versuchte seine Hand auf meinen Oberschenkel zu legen, ich wischte seine Hand weg und sagte ihm, dass er das bleiben lassen soll und mein Partner sich dann dazu setzte. Er ließ es nicht bleiben und griff mir zwischen die Beine, mein Partner saß nur daneben und hat „Zugesehen“. Dann schnappte mein Partner mich bei den Haaren und zog meinen Kopf zurück, was auch noch enorm schmerzte, weil ich Einschränkungen in der HWS habe. Er griff mir in den BH an den Busen und zerriss dabei mein Oberteil. Währenddessen griff mir der, der links von mir saß zwischen die Beine und von hinten griff mir ein 3. in den Ausschnitt. Ich wischte die Hand wieder weg, befreite mich von dem Griff meines "Partners" und stand auf, um der Situation zu entkommen. Ich versuchte mich dann abzulenken, fing an zum Zusammenräumen und schaute, dass ich allen so gut es ging, aus dem Weg ging. Ich machte mir einen Kaffee und versuchte irgendwie für mich Ruhe zu bewahren. Nachhause konnte ich nicht, da wir zur Party gefahren wurden. Ich kannte dort niemanden, mit dem ich reden konnte oder zu dem ich mich stellen konnte, dass ich ein kleines bisschen Sicherheit gehabt hätte. Ich fühlte mich schutzlos ausgeliefert und schaute, dass ich permanent in Bewegung blieb, dass ich mich mit niemandem unterhalten musste. Kurz bevor wir nach Hause fuhren, standen alle nochmals bei der Küche zusammen, ich versuchte Abstand zu halten. Für mich war es ein ekelhafter Anblick, er saß, mit gespreizten Beinen, beide Arme auf den Knien abgestützt, stockbetrunken und regelrecht ausgekotzt da, als müsste er sich gleich übergeben.


Ich kannte diese Person einfach nicht, mit der ich eigentlich zusammen war, ich war verzweifelt, schockiert und hatte Angst. Ich versuchte einfach allen aus dem Weg zu gehen. Als wir endlich nachhause fuhren, saß ich auf dem Beifahrersitz, um nicht zwischen den Männern hinten sitzen zu müssen. Zu Hause war sein erster Gang auf das WC und danach ohne Umweg ins Bett. Ich hielt beim Schlafen so viel Abstand wie möglich. Mir drehte sich nach einer Zeit der Magen um als würde mich etwas erdrücken, ich schaute nur das ich so schnell wie möglich aufs WC kam und musste mich übergeben. Er stand dann schon hinter mir und wischte die Sauerei weg. Danach sind wir wieder ins Bett. Ich ignorierte ihn dann den ganzen nächsten Tag und ging ihm aus dem Weg, er schaute den ganzen Tag nur Anime. Am Abend nahm ich das Oberteil, ging zu ihm und fragte, ob er sich an irgendwas erinnern könnte, was passiert war.


Ich versuchte ihm die Situation in der Nacht zuvor zu erklären und was passiert war. Er hatte einen schockierten Gesichtsausdruck, eine Antwort bekam ich von ihm nicht, außer "er müsse das jetzt einmal verarbeiten" schaltete einen Disney Film an und es wurde nicht mehr darüber geredet. Wir hatten andauernd Diskussionen und Auseinandersetzungen, dass ich in für mich stressigen Situationen kurz Zeit für mich brauchte, akzeptierte er nicht, es gab viele Situationen, in denen er mich festhielt, weil "ER JETZT REDEN WILL". Dass ich dazu gerade nicht in der Lage war akzeptierte er nicht und wir hatten immer mehr Auseinandersetzungen, in denen er mich schon gewaltsam festhielt und mich zwang bis die Situation schlussendlich ausartete. Wenn ich wegwollte, hielt er mich am Boden fest, dass ich nicht wegkommen konnte, als ich schrie, hielt er mir den Mund zu. Er schubste mich durch die Wohnung, sobald ich nur in die Nähe der Wohnungstür kam.


Als ich das von Silvester bei ihm zu Sprache brachte, hörte ich immer nur "Er war betrunken, er kann sich an nichts erinnern, also ist das auch nie passiert". Ich fühlte mich erleichtert als er dann nach dem Auszeit Monaten wieder jeden Montag auf Montage fuhr und ich wusste, das sollte nicht so sein. Ich konnte alleine ruhiger schlafen. Wenn er am Wochenende zu Hause war, ging ich erst spät nach ihm ins Bett, da ich mich vor mir selbst ekelte, wenn ich mit ihm im Bett kuscheln "musste" und wenn er im Bett wach war meistens wollte das ich "ihn" berühre, da er das so gern habe immer mit den Worten "nur ein bisschen touchy touchy". Er hielt mir vor, dass er meinetwegen enorme Kopfschmerzen habe und ihm durch den "Druck" ständig übel ist, weil ich keinen Sex haben wollte. Für mich war es Schluss endlich schon eher eine Qual neben ihm einzuschlafen und ich fragte mich permanent was mit mir nicht stimmt, warum es mich so ekelt, war Silvester wirklich der Auslöser. Ich bekam immer häufiger Panikattacken, anstatt dass er zumindest versteht, dass ich in dem Moment „nicht brauchbar“ bin, setzte er mich immer weiter unter Druck und beleidigte mich.


Situationen, in denen er mir nach dem Aufwachen seinen Penis zwischen die Beine legte, wo ich sofort aufsprang. Er war danach immer sauer, da er für seine "Morgenlatte" nichts kann, was mir natürlich bewusst ist. Dennoch ist es für mich penetrant, so aufzuwachen. Er redete mich andauernd an, weil er unbedingt wollte "spezielle" Fotos von mir haben nur für "Ihn" wenn er auf Montage ist, was ich nicht wollte, er versuchte immer wieder auf mich einzureden. An Silvester meinte er noch zu einem anderen im Rausch "wenn er derartige Fotos von mir bekomme, schickt er Sie gleich weiter".


Danach gab es immer wieder vereinzelt Situationen, wo er Alkohol getrunken hatte. Beim Fortgehen redete ich mit einer jungen Dame, der es sichtlich nicht gut ging, die alleine dort saß und ich ihr helfen wollte, währenddessen schlug mir ein Mann auf den Hintern. "Mein Partner" stand hinter mir, sah mich noch genervt an als ich mich zu ihm umdrehte. "Er habe nichts mitbekommen"

Kleine Situationen wie leere Klopapier rollen, die ich beim Vorbeigehen kurz im Flur stehen ließ. Das muss so sein, das muss so sein und das macht er immer so. Er nannte mich mehrmals beim Namen seiner EX Freundin, das erste Mal bei seiner Mutter und ihm fiel es nicht mal auf oder er pfiff nach mir wie nach einem Hund und beschwerte sich dann, weil ich nicht reagierte. Ich durfte mir schon nichts mehr ansehen oder wofür Interesse zeigen, weil ich es seiner Meinung sofort kaufen will und es mir nur deswegen ansehe. Immer bekam ich nur das Gefühl für nichts gut genug zu sein außer für Sex und auch den "verweigerte" ich. Ich war schuld an Dingen, die schon vorher waren, bevor wir überhaupt zusammenkamen, mit denen ich nichts zu tun haben konnte.


Zweite Situation wieder beim Fortgehen, mein Daumensattelgelenk schmerzt sehr oft durch die Sklerose, in einer Unterhaltung nahm er mich bei genau dem Daumen und schüttelte meine Hand. Weil es enorm schmerzhaft war, wollte ich ihn rasch wegdrücken und erwischte ihm im Gesicht. Mir schmerzte der Daumen enorm und nachdem er mich darauf kommentarlos 15min ignoriert hatte und mit seinem Freund geredet hatte, beschloss ich nach Hause zu fahren und sagte ihm noch, dass er sich melden soll, sobald ich ihn holen soll. Ich wollte momentan einfach nur meine Ruhe. Er startete mir sofort nach, ich fuhr trotzdem weiter. Er rief mich gleich an und ich sagte ihm nochmals, er solle sich melden, wenn er abgeholt werden will, weil ich ihm nicht noch den restlichen Abend versauen will und dass ich jetzt gerade Abstand brauche und er sich noch einen schönen Abend machen soll. Er bombardierte mich gleich darauf mit Anrufen und Nachrichten. Ich fuhr dann sinnlos in der Gegend herum und versuchte runter zu kommen. Nach gut 30 min hob ich einmal ab und es war für mich schon fast eine Drohung als er verbissen meinte, ich brauche jetzt ja nicht auflegen und er zu Fuß nachhause laufen musste, weil ich "einfach" ohne ihn gefahren bin. Nach einer Zeit fuhr ich dann nach Hause. Er war natürlich noch wach ich sagte ihm das ich jetzt NICHT reden will er warf mich gleich darauf in enorm sauren Ton vor das ich ihm vor seinen Freunden blamiert habe und er WILL jetzt reden!! Ich hörte nur Vorwürfe und wollte einfach nur meine Ruhe. Dass er mich beim Daumen gerissen hat und mir das enorm weh tat, interessierte ihn nicht. Ich sagte ihm, dass er mein Nein zu akzeptieren hatte und dass ich sonst die Polizei rufe. Er hörte trotzdem nicht auf. Ich wählte die Nummer der Polizei. Er nahm mir das Handy weg, legte auf und ich schrie dann, dass er mein Nein zu akzeptieren hat und aufhören soll. Danach war Funkstille und wir gingen schlafen.


Im April war der Knackpunkt. Wir stritten unter der Woche über Telegram, ich schrieb ihm einfach alles, was ich ihm schon mehrmals sagte. Dann schon in der Hoffnung das er alles endlich begreift, dass es mir gar nicht gut geht und nochmals alles was vorfiel, wenn er es lesen kann, brachte jedoch nichts. Nichts, was ich von mir gab, kam bei ihm nur in irgendeiner Weise an. Ich bekam am 1. April kurzfristig einen Termin bei meiner Psychiaterin, da er an diesem Tag von der Montage wieder zurückkam und ich psychisch schon eingegraben hatte. Er war bereits von der Montage zu Hause als ich wieder zur Wohnung kam. Ich stellte ihm zwei Optionen, entweder wir machen eine Paartherapie oder ich gehe ins Frauenhaus. Auf das ging er gar nicht ein und fragte plötzlich, ob ich ihm nicht etwas zu beichten hätte. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen, ich wollte nur, dass er mich endlich versteht und dann warf er mir vor ich hätte ihm 160 € gestohlen, die würden ihm nämlich fehlen. Er suchte förmlich nach Dingen, die er mir vorwerfen konnte.


Ich wollte in dem Moment einfach nur noch weg, er hielt mich fest. Ich schrie und er drängte mich in die Küche. Ich rief die Polizei an, er nahm mir mein Handy weg und legte auf. Ich bekam ab dem Zeitpunkt nicht mehr viel mit, weil ich in meiner Panik so eingefressen war. Ich nutzte die Chance, als er nach einer Zeit auf Abstand ging, um das Fenster zu öffnen und hinauszuschreien. Er riss mich zurück und ich saß wieder auf dem Boden. Ich hoffte, dass mich in der Nachbarschaft jemand gehört hatte. Er fragte mich mehrmals, ob ich wirklich die Polizei hier haben will, ich nickte und wollte einfach nur noch hier raus. Er rief die Polizei an, was er genau sagte weiß ich nicht. Als die Polizei hier war, war das erste, dass ich zu dem Polizisten sagte, dass ich hier raus will. Der Polizist ging mit mir sofort nach draußen, ich erzählte ihm, was vorgefallen war und dass ich in das Krankenhaus will. Das Krankenhaus konnte mich nicht aufnehmen und ich musste in die Notschlafstelle.

Erst am 3. April erstattete ich Anzeige, sexuelle Belästigung mit öffentlich geschlechtlichen Handlungen. Eine der ersten Fragen, die mir von der Polizei gestellt wurden, was hatte ich an. Davon abgesehen das es egal ist, was jemand zu so einem Zeitpunkt trägt, hat niemand das recht eine Person gegen ihren Willen anzugreifen.

Ich trug eine stink normale Jeans, ein Träger-Top ohne Ausschnitt und darüber einen ZIP-Hoodie. Dementsprechend nichts "aufreizendes", stink normale Alltagskleidung.

Ich fühlte mich mit all dem ganzen alleine gelassen. Die Notschlafstelle muss täglich um 7.30 Uhr verlassen werden und man darf erst ab 18.00 Uhr wieder rein. Die meiste Zeit lief ich alleine in der Gegen herum. Ich hatte permanent Angst und war verzweifelt. Jemanden zum Reden, der diese Situation verstand und wie es mir in etwa gehen könnte, hatte ich nicht. Am 8. April wurde ich mit der Rettung wegen eines erneuten Suizidversuches in das Krankenhaus eingeliefert.


Irgendwie kann ich mich nicht viel daran erinnern, wie ich in das Krankenhaus gekommen bin und was dort alles passierte. Ich wurde mit der Rettung eingeliefert und habe nur noch ein bisschen was mitbekommen, wenn mich direkt jemand angesprochen hat. Wie lange ich in der Notaufnahme war, kann ich nicht sagen. Nur das eine Ärztin da war, die mir mitteile das ich "Übern Berg bin" eine Pflegerin half mir, mit einem Rollstuhl, auf die Toilette und dann wurde ich auf die Überwachungsstation gebracht. Wie viel Zeit dazwischen verging, weiß ich nicht. Auf der Überwachungsstation bekam ich einen Zugang und habe dann auch eine Infusion nach der anderen bekommen. Ich wurde dann in ein Zimmer verlegt, es lag, glaube ich noch jemand im Zimmer, die sich unterhalten haben, mitbekommen oder über was sich Unterhalten wurde, habe ich nichts. Etwas wacher wurde ich dann erst, als es draußen schon dunkel war und da lag ich allein im 4 Bett Zimmer. Am nächsten Tag war ich stabiler und bin verlegt worden, die Untersuchungen mit EKG, Blutdruckmessen und Infusionen wurden noch fortgeführt, damit Herzrhythmusstörungen frühzeitig erkannt werden.

Ich wurde nach 2 Tagen Aufenthalt wegen Betten mangels entlassen.


Ich bin mit nichts in die Notschlafstelle gekommen, was mich noch enorm behinderte war das ich rein gar nichts von meinem ganzen Zeug dabei hatte, ich musste über meinen Rechtsanwalt mein gesamtes Zeug einfordern. Alleine hinfahren und alles zu hohlen war für mich eine Horrorvorstellung. Er verweigerte geschlagene 2 Monate die Herausgabe von all meinen Gegenständen, auf viele der schreiben meines Rechtsanwaltes kam von ihm keine Reaktion. Erst als es zur Klage stand, bestand plötzlich die Möglichkeit alles von mir zu holen, ohne dass ich ihm alleine gegenüber stehen musste.

Das Verfahren wurde eingestellt und ich muss ehrlich sagen, dass es für mich eine Erleichterung ist. Klar bin ich in dem Moment aus allen Wolken gefallen, weil das mit mir machen habe lassen, und es sich für mich persönlich so anhörte, dass ich als Frau nicht das Recht hätte "Nein" zu sagen und ich auch in den Augen der Justiz nur ein Stück Fleisch bin, dass so etwas über sich ergehen lassen MUSS. Im Nachhinein betrachtet hatte ich wirklich enorme Angst vor ihm und ihm bei einer Gerichtsverhandlung gegenüberzustehen. Ich versuche Stress so gut es für mich geht zu vermeiden und für mich wäre eine Gerichtsverhandlung durch die vorhandene Belastung vielleicht zu groß gewesen. Man kann nicht sagen, wofür es gut war, ich denke mir, dass ich diese Erfahrung gebraucht habe, um mich endlich auf mich selbst zu konzentrieren, auf mich selbst zu hören und das zu tun, was für mich gut ist. Auch wenn wir uns Jahre davor schon kannten, zeigt es mir egal wie lange man jemanden kennt, dass man nie wirklich weiß, ob man jemanden Vertrauen kann.

Lieber früh genug die Reiß Leine ziehen, als wieder in solchen Situationen gefangen zu sein. Als ich ihn das erste Mal nach Silvester darauf ansprach, meinte er nur: „Er müsse das jetzt verarbeiten.“ Nachdem er mich schockiert ansah. Im Nachhinein frage ich mich, was ER zu "verarbeiten" hatte.