Jahresbeginn 2021...


So gut wie das letzte Jahr endete, so Fatal fing es auch wieder An.

Nicht das ich es nicht schon gewohnt wäre das nach jeder Höhe ein enormes Tief daher kommt.


Da mein aktueller Ex und ich, zwei seiner Kinder bei uns aufnehmen wollten, habe ich alles darum gerissen, dass zumindest eine der Beiden schon bei uns Wohnen konnte.

Mit dem Jugendamt habe ich mich auch in Verbindung gesetzt und habe mich auch für die Mädels eingesetzt. Auch das Jugendamt stimmte zu, dass der Aufenthalt seiner zwei Mädels bei uns besser wäre.

Da brauchten wir natürlich auch eine größere Wohnung, da wir ja dann zu 4 wären und eine 45m2 Wohnung ist zu 3 schon viel zu klein.


Da ich seit August 2020 schon auf der Suche nach einer Wohnung war, über sämtliche Genossenschaften und auch Gemeinden, suchten wir halt nach einer größeren Wohnung, da es mir natürlich auch ein Anliegen war das die zwei Mädels jeweils Ihr eigenes Zimmer bekommen und Sie ja vorher zu 3. In einem Zimmer geschlafen haben.


Nachdem ich wochenlang auf der Suche nach einem neuen Zuhause für „uns“ war, mich um seine Kinder und ihn bemühte (was ich wirklich gern gemacht habe) kam dennoch von seiner Seite keine Unterstützung. Zu dem Zeitpunkt wohnten wir schon zu 3 in der 45m2 Wohnung.

Wir hatten ein Gespräch mit dem Jugendamt und auch mit meinem Rechtsanwalt, das unbedingt eine größere Wohnung hermuss.

Ich habe die Perfekte Wohnung gefunden. Er hätte nicht weit in die Arbeit und die Kinder konnten in der gleichen Schule bleiben und ich wollte ihm das auch sagen, dazu kam es aber nicht mehr da er mir am Telefon sagte, dass er „in 100 Jahren nicht aus der 45m2 ausziehen werde“ das war natürlich der Startschuss der Streiterei. Ich fragte mich dann, wieso ich mich dann so für alles Eingesetzt haben soll, da erfuhr ich von ihm, dass ich keinen Wert habe, und meine ganzen Bemühungen und mein Einsatz um sonst waren. Es gab im Vorhinein schon die eine und andere Streiterei da Er mich zu Oft schon mit seiner Ex-Frau verglichen hatte und mir auch unter Alkoholeinfluss dinge vorwarf, die seine Ex-Frau gemacht hatte.

In der letzten Streiterei habe ich ihm eine geklatscht, weil ich sowas sicher nicht mit mir machen lasse.


Für mich war das besiegelt, für jemanden der mich Zuvor in den höchsten Tönen lobt, was ich alles leiste und gemacht habe, und wie glücklich dass er mit mir ist, bei seinen Freunden stolz vorgezeigt – wenn ich so nachdenke wurde ich wieder wie ein stück Fleisch behandelt - und dass ich mich dann als wertlos abstempeln lassen kann, sicher nicht!


Als ich dann meine Handtasche suchte und einfach nur weg wollte, bestärkte er mein Verlangen noch, indem er mich aus der Wohnung schmiss. Das Beste war noch, dass er das dann an seiner Tochter auch ausließ, indem er genau mit den Worten: „Und du packst auch sofort dein „scheiß“ zeug zusammen und gehst zurück zu deiner Mutter“

Das zeigt mir persönlich nicht besonders dass er seine Kinder bei allem Unterstützt oder Ihnen Möglichkeiten für eine schöne Zukunft vorzeigen kann. Im Endeffekt hat er die Wut, die er auf mich hatte, an seiner Tochter abreagiert die gar nichts dafür konnte und Sie ebenso „auf die Straße“ gesetzt.



Nachdem ich weg war, schrieb er mir regelmäßig E-Mails, ich fand die E-Mail aus psychologischer Sicht sehr Interessant zu lesen. Kurz gesagt: es fehlte nur noch die Morddrohung und gleich darauf der Blumenstrauß mit liebes Botschaft.

Der Expertenmeinung, der E-Mails, nach ein Hauch einer Bipolaren Persönlichkeitsstörung. Aber ich stelle hier keine Diagnosen.


Was ich dazu sagen kann, ist dass er mich verloren hat und ich einfach meine Zeit und meine Energie.


Ich habe dann einige Nächte in meinem Auto verbracht, bis ich bei einem Bekannten unterschlupfen konnte.




Da ich mir dennoch die Wohnung, die ich gefunden dann halt alleine Beziehen wollte da ich mir diese zu dem Zeitpunkt ohne Probleme alleine Finanzieren konnte und die Zusage für die Wohnung bekommen hatte, wäre nur noch das Unterschreiben des Mietvertrags fällig, dazu kam es aber nicht da der Wohnungseigentümer die Wohnung selbst schon, vor meiner Besichtigung, anderweitig vergeben hatte, was der mit dem ich die Besichtigung hatte und ich beim Besichtigungstermin noch nicht wussten. Also fiel die Wohnung ins Wasser und die Suche ging weiter.



Ich hatte zwar bei meinem Bekannten unterschlupfen können aber die beste Entscheidung war es dennoch keines Falls. Ich sollte Taxi spielen, beim Einkaufen wo ich nur das nötigste einkaufen wollte, räumte er ein und war danach ziemlich angepisst, da ich seinen Einkauf nicht mitzahlen wollte. Im Allgemeinen kann ich darüber nicht wirklich was Positives sehen als ich bei ihm Unterschlupfte. Da es für mich eine enorme Belastung war, entschied ich mich dazu wieder im Auto zu schlafen. Bei -10,5°C ist es im Auto doch etwas „zapfig“ aber selbst das war es mir wert das ich auch einmal wirklich zur Ruhe kommen konnte.


Trotzdem war ich seit August 2020 bei sämtlichen Genossenschaften und Gemeinden als Wohnungssuchend vorgemerkt. In der Zeit zwischen August und Februar hat sich keine Freie Wohnung ergeben und eine Rückmeldung habe ich auch nicht bekommen.


Seit Monaten schreibe ich vermeidliche Wohnungsinserate an. Entweder die Anzeige wurde vergessen herauszunehmen, Ablösen werden als verpflichtend deklariert, „schon zu viele Wohnungsbesichtigungen“ oder die Wohnung wird an jemand anderen vergeben.


Seit 18.02.2021 wurde auch mein Wohnsitz abgemeldet, das heißt ich bin unfreiwillig aktuell ein Uboot.


Für mich ist das ein enormes Armutszeugnis für Österreich, da auch bei der aktuellen Situation nicht die kleinste Unterstützung geboten wird.


Ich suche mittlerweile seit 6 Monaten wirklich aktiv nach einer Wohnung.

Für mich war die letzte Instanz um noch irgendwie Hilfe zu bekommen, eine Suizid Androhung an das AMS. Ich habe wirklich von keiner Seite und in keinster weiße eine Unterstützung erhalten also war das die letzte Möglichkeit das ich nochmals auf mich aufmerksam machte. Am nächsten Tag rief mich die Polizei an, ob ich nicht zu ihnen vorbeikommen wolle um ein bisschen zu Reden. Natürlich bin ich zur Polizei gefahren, weil ich schon wusste um was es ging und in der Hoffnung endlich etwas an der Situation zu ändern.

Nachdem ich eine Zeit lang mit einer wirklich sehr netten Polizistin und mit einer Ärztin geredet habe, bin ich mit der Polizei in die Psychiatrie gefahren. Derzeit ist es ein Einfacher Krisenaufenthalt und mir wurde eine Sozialberaterin zur Seite gestellt, die mich in der aktuellen Situation so gut es geht unterstützt.


Für mich selbst ist es wirklich erschreckend, wie weit es kommen muss und wie weit mich die Situation getrieben hat, um nur etwas Unterstützung zu bekommen.


Momentan befinde ich mich zwischen Therapien und Telefonaten und zwischendurch darf natürlich unter keinen Umständen der Kaffee fehlen. Es gibt momentan halt einfach so viele Stresspunkte, die mich in den letzten Monaten permanent begleiten, wo ich wirklich sagen muss das ich sehr froh bin das ich mich in Behandlung gegeben habe. Stress mag mein Darm überhaupt nicht, zudem kommen Krämpfe und Schmerzen noch dazu. Meine Körperliche Gesundheit leidet unter dem gesamten Stress natürlich enorm mit.

Ich soll Stress tunlichst vermeiden und richte mein Leben eher nach meinem Darm aus. Geht’s meinem Darm gut geht’s mir Gut.


Da ich trotzdem wirklich viel selbst erledigen möchte, ist es ein enorm positiver Rückhalt, wenn ich weiß, dass ich nur zur Station raus gehen kann, wenn mir gerade alles wieder einfach zu viel wird.


Natürlich ist das leider nicht das Einzige,

was bei mir momentan noch los ist.

Aber ich bleibe stark am Ball.

 
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©2020 Jossy Joy.

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