Bye Bye, Sanitäterin

Mir wurde der Kontakt zu vielen Kollegen eher zur Last als das ich noch Freude daran hatte auf die Dienststelle zu kommen. Geschweige denn noch Dienst mit jemanden zu machen und mich weitere 12 Stunden schikanieren zu lassen.



Der Vorreiter für meinen Sinneswandel war mein Autounfall, den ich im Oktober’18 auf der Autobahn hatte, als ich am Heimweg von der Arbeit war.

Ich hatte fast genau eine Woche zuvor schon einen Autounfall beim Heimweg, da standen vor mir schon 5 weitere am Pannenstreifen wo ich mich aber nur hinten anstellen brauchte. Da zuvor im Baustellenbereich die reflektierenden Leitpfosten aus den Verankerungen gerissen wurden, und insgesamt 11 Autos dann über die Backen darüber fuhren, aber Ich hatte dabei keine größeren Schaden, außer die zwei kaputten Reifen.




Jetzt war nicht nur das Problem, dass ich durch den 2. Autounfall in den Krankenstand musste, da ich schon beim ersten Unfall nur Probleme mit der Werkstatt und Ihren Leihautos hatte. Dazu kam noch, dass mein „Baby“ ein Totalschaden war. Die Probleme, die mir die Versicherung bescherte, dazu kam noch das der andere Unfallbeteiligte nach der Polizeiaufnahme für niemanden erreichbar war.


Ich saß ein Monat da und wartete auf mein neues Auto, die Vollkasko wartete auf Antwort von der anderen Versicherung, die andere Versicherung wusste von nichts und wartete auf die Schadensmeldung des Unfallbeteiligten, der aber nicht erreichbar war…

Zwischenzeitlich übernahm meine Vollkaskoversicherung die Kosten für mein neues Auto, so das ich im November noch mein neues Auto hatte.


Damit aber nicht genug.


Zeitgleich war ich gerade am Einziehen in meine erste eigene Wohnung, die Probleme mit der Werkstatt und den Leihautos, die Kündigung durch meinen damaligen Arbeitgeber während des Krankenstands wegen dem Autounfall, die damit verbundenen Rechtsanwalts Termine, das finanzielle Chaos da mir mein Arbeitgeber 2 Monate nicht bezahlte und keine Entgeltforderung an die GKK sendete, jetzt stand ich auch noch ohne Geld da, der ganze Druck und die Dauerbelastung, drückte natürlich auch auf meine körperliche Gesundheit, wobei wieder die Krämpfe und schmerzen anfingen, die mich noch weiter einschränkten.


Anfangs war es ein wirklich Familieresklima, ich hatte noch spaß und ich konnte mich auch auf die anderen Verlassen.


Aber alles begann mit dem zweiten Autounfall.

Ab diesen Zeitpunkt befand ich mich durch die gesamten Umstände schon in Psychotherapie infolge eines Suizid-Versuchs. Alles wäre einfacher gewesen, wenn ich bei diesem Unfall einfach gestorben wäre.

Mir wurde von meinem Arzt damals sehr nahe gelegt so oft es mir möglich ist Rettungsdienst zu machen da die Zeit im Dienst, psychisch wirklich guttat und ich mich in der anfangs Zeit noch wohlfühlte.

Um mich von diesen Gedanken abzulenken machte ich regelmäßig Dienste.


Ich kam auf die Dienststelle, und hier wurde ich abgestempelt, dass ich nicht Autofahren könnte. Anfangs waren es noch Scherze, aber dass mich meine Kollegen auf Dauer damit ziemlich verletzten und kränkten, gab mir nur das Gefühl, dass es Ihnen egal war wie es mir dabei ging und es für Sie die Hauptsache war, dass Sie Spaß hatten und etwas zum Reden.

Wenn ich etwas dagegen gesagt habe, wurde ich gekonnt Ignoriert.


Meldungen wie: „Wenn du den Lenker machst, fährt sowieso keiner mit dir“,

Sätze wie es sei sicherer das ich den Schein wieder abgebe oder wenn zu dritten Personen gesagt wird „traust du dich wirklich mit ihr mitzufahren?“

„wenigen‘s kannst du den Patienten erklären wie man wirklich einen Unfall verursacht“,

„Du trägst dich immer nur als 3. Dazu, weil du sicher niemanden finden würdest der mit mir fahren würde“

„Ich habe mich nur nicht ausgetragen, weil das Auto sonst keinen Lenker hat“

Das von anderen Angeboten wurde jemanden nach Hause zu fahren, das er nicht mit mir Fahren müsse. Oder ob Sie nicht sofort die Leitstelle verständigen sollen, falls ich wieder einen Unfall am Nachhauseweg baue.


Mit wurde geraten, ich solle den Führerschein abgeben und das Autofahren unterlassen. Ich bin ja nur noch dabei da die Dienststelle ein Maskottchen braucht …


Ich habe den Kontakt mit sämtlicher meinen Kollegen schon gemieden. Ich habe auch schon vorher in den Dienstplan geschaut, wer an dem Tag-Dienst hat.

Früher um zu sehen ob, jemand Eingetragen ist den ich schon länger nicht mehr gesehen habe, dass man auf einen Kaffee vorbeischaut, zuletzt nur, ob die Luft rein ist um den Kontakt gezielt zu vermeiden.


Auf die, denen ich mich noch Anvertrauen und verlassen konnte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt schon auf einer Hand abzählen.


Und obwohl das ganze jetzt über ein Jahr her ist, sind es für mich nur noch Schikanen und Vorwürfe, wenn wieder „scherze“ darüber gemacht wurden.

Dass es für mich nur Diskriminierungen und einfach nur mehr noch Mobbing war.


Ich muss zugeben ich hätte nie damit gerechnet, dass sich die Wege auf diese Weiße trennen, da ich mehr als enttäuscht von gewissen Verhaltensweisen bin.

Ich hätte es mir auch nicht erwartet, dass das ganze Spektakel nach einem Jahr nicht abklingt, und es für mich keine andere Möglichkeit mehr gibt, als den Kontakt zu allen abzubrechen und mich komplett von der Ortsstelle zu entfernen.

Wenn Sie mich Rausekeln wollten, dann haben Sie es nach einem Jahr endlich geschafft und können jetzt Stolz ihren Erfolg feiern.


Wenn ich die Dienststelle nicht mal mehr kurz besuchen will, weil man weiß, dass irgend jemand wieder da ist, der sich wieder über einen Lustig macht und es für absolut notwendig hält ständig Wunden wieder aufzureißen, hat dass keinen Reiz.

Ich bin nicht Sauer, ich bin geschockt, wie Personen, mit denen man sich früher sehr gut verstanden hatte, sich auf einen Schlag so stark verändern.


Mir reichte es und ich hatte die Schnauzte voll, dass ich mich im Roten Kreuz als Sanitäterin so behandeln lassen musste.


Aber ich bin diesen Schritt jetzt gegangen, durch die ganzen Umstände fällt es mir leicht dem Roten Kreuz den Rücken zuzukehren. Ich denke dennoch gerne an die Zeit zurück, in der man gemeinsam noch Spaß hatte, ich mich noch auf den Dienst gefreut habe, dass man gemeinsam stark ist, die Gespräche vor und nach den Ausfahrten, das Arbeiten im Team…



Ich habe die Dienstelle verlassen, da es einfach nur infolge eines Suizid-Versuches nur noch zu Schikanen und Demütigungen gekommen ist. Egal was man sagte oder machte, es war falsch.


Ich war seit 2015 beim Roten Kreuz als ehrenamtliche Rettungssanitäterin und es ist einfach das beste Beispiel für mich das man im Roten Kreuz nichts mehr Wert ist und ich durch Diskriminierung und Mobbing gekonnt und mit Erfolg aus dem Verein geekelt wurde.


„Aus Liebe zum Menschen“






Aktualisierung 16. März. 2021 18:47 Uhr:


Eine Nachricht via Instagram "mit freundlichen Grüßen" einer Person der besagten Dienststelle, nachdem diese meinen Blog-Artikel gelesen hatten.