23.06.2013 | Die Welt steht Kopf


2013 war wieder ein Jahr, in dem bei mir einfach alles schiefgelaufen ist, was schieflaufen konnte. Ich war wieder auf der Straße ab und zu konnte ich bei Freunden übernachten aber das war auch nie auf Dauer. Ich fuhr im Juni.2013 nach St. Valentin das ich dort bei einem „Freund“ ein paar Tage übernachten konnte. Der war zu dem Zeitpunkt noch auf einem Fußballspiel und ich wartete im Gasthof gegenüber auf Ihn.


Es setzte sich eine Fremde Person zu mir an den Tisch und fing mit mir an zu reden so als wenn wir uns schon länger gekannt hätten. Er erzählte mir das Er eigentlich aus Deutschland komme und nur auf Montage hier wäre darum „wohnt" er auch zurzeit im Gasthof. Wir redeten so über einiges. Ich schaute damals regelmäßig auf mein Handy, ob mir der besagte „Freund“ schon geschrieben hat, nach einiger Zeit meldete er sich aber nicht mehr zurück und ich saß relativ lange in dem Gasthof und wartete. Ich schrieb dann einem anderen flüchtigen bekannten was er so machte und er lud mich ein am Abend Fortzugehen und ich könne dann bei Ihm schlafen. Beim Fortgehen lernte ich dann jemanden kennen der mir sagte, dass er es für eine sehr schlechte Idee haltet, da er ihn schon länger kennt, dass ich bei meiner flüchtigen Bekanntschaft schlafe. Er bot mir an das ich bei ihm schlafen kann, da er ein Gästezimmer hat und ich das gerne von innen zu sperren könnte außerdem leben seine Eltern im gleichen Haus aber ich solle doch bitte nicht bei meiner Bekanntschaft schlafen. Mein „Freund“ zu dem ich eigentlich gefahren wäre, hat sich zu der Zeit noch immer nicht zurückgemeldet. Also schlief ich bei meiner neuen Bekanntschaft im Gästezimmer, es tat gut wieder einmal in einem richtigen Bett alleine zu schlafen und nicht irgendwo auf einer Bank oder einer Couch. Am nächsten Tag wollte ich eigentlich wieder zurückfahren da ich mir mit einem anderen bekannten ausgemacht hatte, das er mich am Abend vom Bahnhof abholen konnte.

Am Nachmittag war ich dann wieder in St. Valentin und wartete auf den nächsten Zug. Mein besagter „Freund“ hat sich noch Immer nicht gemeldet. Dass die Zeit etwas vergeht und ich nicht ganz so alleine bin, habe ich die flüchtige Bekanntschaft vom Gasthof gefragt, ob er mir beim warten Gesellschaft leisten will und der Bahnhof gleich gegenüber ist. Er hat mich dann gebeten den letzten Zug zu nehmen da mein bekannter mich eh erst am Abend abholen kann, dann hätten wir mehr Zeit zum Reden. Ich dachte mir Anfangs nichts dabei da ich sonst meistens alleine war und ein bisschen Gesellschaft tat mir gut, dachte ich zumindest. Er bekam mit er Zeit Hunger und wollte noch unbedingt mit mir essen gehen. Da mein Geld aber zum Essen nicht mehr reichte, lud er mich zum Essen ein. Ich schaute regelmäßig auf mein Handy, um meinen Zug ja nicht zu verpassen, das hat ihn aber gestört und er hat mir das Handy weggenommen und das ich meinen Zug schon nicht verpassen werde.

Wie es so kommen wollte verpasste ich aber meinen Zug. Er versicherte mir, dass es kein Problem wäre, wenn ich bei ihm im Hotel die eine Nacht schlafen würde, er hat ein Zwei Bett Zimmer mit zwei normalen Betten und schläft dort alleine und ich könnte gerne im anderen Bett schlafen. Mir blieb zu dem Zeitpunkt nichts anderes übrig als schlief ich bei ihm im Hotelzimmer im leeren Bett auf der linken Seite beim Fernseher. Ich war fertig mit den Nerven, weil ich eigentlich schon bei meinem Bekannten sein wollte, den ich damals schon etwas länger kannte. In der Nacht als ich schon fast eingeschlafen wäre legte er sich dann zu mir ins Bett, ich bin dann weiter Richtung Wand gerutscht, weil ich das nicht wollte. Er meine „ich solle mich nicht so anstellen“ und zog mich wieder zu sich. Ich war in dem Moment einfach nur mehr verzweifelt und wusste nicht mehr wie und was. Ich war mit der Situation ganz und gar nicht einverstanden. Er zog mir meine Schlafboxer aus und „nahm" sich was er brauchte. Ich kann die Gefühle nicht in Worte fassen, es ist die Angst, die Verzweiflung und der psychische Schmerz der mich einfach nur lähmte. Als es vorbei war, drückte er mein Kopfkissen gegen meinen Kopf stand auf und legte er sich wieder in sein Bett. Ich war einfach nur froh, dass es endlich vorbei war. Ich habe die Nacht nicht geschlafen und bin wie versteinert in meinem Bett gelegen ich traute mich einfach nicht mich zu bewegen. Erst als mich der Mut packte, dass ich hier endlich abhaue. Ich sprang auf, zog mir einfach meine Sachen darüber schnappte meine Tasche und rannte aus dem Zimmer. Hauptsache weg. Die Treppe runter Richtung Eingang. Die Türe war abgesperrt aber es steckte der Schlüssel und ich rannte hinaus. Ich suchte mir dann am Bahnhof ein stilles Plätzchen und wartete auf den nächsten Zug. Ich konnte einfach nicht begreifen was in der Nacht passiert war. Ich habe meinem bekannten bescheint gegeben, wann der nächste Zug ging und wann der Zug ankommt. Am Bahnhof angekommen sprang ich zu meinem Bekannten in das Auto. Ich war nicht fähig irgendwas zu sagen. Bei ihm Angekommen bin ich sofort duschen gegangen. Ich saß gefühlte Stunden nur in der Dusche und wusste nicht, wo meine Gedanken sind. Ich wusste genau, dass ich damit nicht einverstanden war und ich das nicht wollte, aber ich konnte mich dagegen nicht wehren. Ich ging erst nach Tagen zur Polizei, dort wurde mir gesagt ich müsse zu einem Arzt gehen das dieser das zur Anzeige bringen kann. Als ich dann zu einem Frauenarzt ging, wurde mir gesagt: Sie könnte mich nicht aufnehmen da ich nicht versichert bin und ich wurde weggeschickt. Dass ich der Dame den gesamten Vorfall auch noch schildern soll dazu hatte ich bei weitem die Kraft nicht.

Als ich psychisch soweit am Boden war, legte ich mich auf eigenen willen wieder auf die Psychiatrie. Ich habe dort mehr Mals alles erzählt und ich kann es bei weiten nicht in Worte fassen wie schmerzhaft es ist immer und immer wieder alles zu erzählen. Unternommen wurde nie was mir wurden nur haufenweise Medikamente gegeben, die ich nehmen musste. Für mich war es als wie, wenn ich einfach alleine gelassen werde. Als wie, wenn das, dass normalste auf der Welt sei. Es fühlt sich nach wie vor so an als wenn Man in eine Dreckpfütze gestoßen wird, als wie wenn jeder Lachen würde, weil es Lustig ist, aber du bekommst den Dreck einfach nicht mehr weg es ist egal wie. Ich kann das „Gewand“ so oft waschen wie ich will, der Dreck geht einfach nicht weg.

Das zieht sich durch mein ganzes Leben, egal ob ich in einer Beziehung bin oder nicht. Ich bekomme einfach nicht das Gefühl, das ich mich fallen lassen kann. Ich habe immer und immer wieder gehört, wenn ich in einer Beziehung bin und ich nicht wollte „Ach komm schon“ „nur ein bisschen“ und ich war danach einfach nur noch froh, wenn es vorbei war und ich danach wieder „meine Ruhe“ hatte. Für mich ist es in der Situation einfach nur so als wäre ich ein Stück Fleisch dessen „Nein“ keine Bedeutung hat und dann begann immer wieder die diskutieren und der versuch mich doch zu überreden. Wenn ich auf mein "Nein" so beharrt habe, konnte ich mir Sachen anhören lassen wie: „wieso bist du so zickig“ „was stimmt mit dir nicht“ „stell dich nicht so an“ oder war enorm Sauer und ließ es mich spüren. Es ist für mich keine Beziehung und in keiner weiße etwas „schönes" wenn ich das Gefühl habe einfach wie ein „Fetzen" behandelt zu werden. In einer Beziehung wird mir immer wieder das Gefühl gegeben als, wenn ich MUSS und nicht das ich will, weil das „normal“ ist.

Ich hasse es alleine schon, wenn mich Personen die ich nur Flüchtig kenne, angreifen oder mir zu nahe kommen. Ich habe auch einige Freunde, mit denen ich mich wirklich sehr gut verstehe aber es ist ein für mich enorm eingeschränktes Gefühl umarmt zu werden. Es ist für mich ein unerträgliches Gefühl, nur wenn ich bei jemandem Schlafe, dass diese Person es für Selbstverständlich hält, dass ich mit Ihm schlafe. Ich fühle mich in solchen Situationen einfach nur bedrängt, unwohl und eher das Gefühl als wenn ich dazu gezwungen werden würde. Für mich ist das eine Situation, in der ich einfach nur noch abhauen will, einfach weg von der Person. Das sind für mich ausschlaggebende Punkte in der jemand mein Vertrauen schamlos missbraucht und oft viel es mir im Nachhinein in den Rücken.

Für mich ist der Gedanke daran oft schon mit Ekel behaftet und auch, wenn ich daran denke, wird mir schlecht. Mir ist in einer Beziehung Nähe und Vertrauen sehr wichtig und solch unnötige Diskussionen zu dem Thema lassen mich daran zweifeln, ob ich meinem Partner überhaupt vertrauen kann. Ich muss bei meinem Partner spüren können, dass er genau das Versteht und auch akzeptiert. Für mich ist Körperliche Nähe wichtig dazu zähle ich Sex aber nicht. Ich will mich fallen lassen können und spüren, dass ich jemandem Vertrauen kann. Ich will bei einer Umarmung spüren können, das er da ist. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als wenn mich mein Partner ignoriert, nicht mit mir Redet und mich einfach in die Ecke stellt.

Zu oft habe ich dann wieder gehört „warum hast du nichts gesagt?“ - ähm ich habe kein Problem mich mitzuteilen, nur wird mir nicht zugehört und ich ignoriert werde, weil ich nicht wichtig genug war.-


Genau das ist das Gefühl das mir dabei ständig Vermittelt wird. Ständig bekam ich nur das Gefühl, das ich für nichts Wichtig genug sei, Hauptsache ich „verschönere“ den Raum und bin da, wenn es Probleme gibt. Das einer meiner Partner aber da war als es mir schlecht ging oder ich nur nähe oder eine Umarmung brauchte das war zu viel verlangt da wurde ich ignoriert und weggestoßen.